ALLGEMEINE INFORMATIONEN, TIPPS & HINWEISE
MULCHEN STATT JÄTEN & UMGRABEN & DÜNGEN



  Die Vorteile des Mulchens gegenüber der herkömmlichen Bodenpflege durch Graben sind:

»

Der Boden wird vor Austrocknung geschützt; bei starkem Regen "verschlämmt" er nicht, was anschließend zur Verkrustung führt. Unter der Mulchschicht hält sich die Bodenfeuchtigkeit. In trockenen Sommern können "Mulch-Gärtner" sehr viel Wasser sparen.
» Mulch fördert die Bodengare. Bodenlebewesen werden mit Nahrung versorgt, das gesamte Spektrum der Bodenlebewesen wird aktiviert. Sie schließen den Boden auf, stellen organischen Dünger und Mineralstoffe bereit.
» Mulch fördert die Regenwürmer. Diese durchwühlen und lockern den Boden. Die organischen Materialien der Mulchschicht arbeiten sie oberflächlich in den Boden ein, indem sie sich durch Dreck und Pflanzenreste fressen und dabei in ihrem Darm die wichtigen Ton-Humus-Komplexe bilden. In ihrem Kot reichern sich Bodenbakterien an.
» Eine dichte Mulchschicht, die in ihrem unteren Teil in eine Rotteschicht übergeht, hindert weitgehend das Aufkommen unerwünschter Beikräuter. Schaffen es doch einige, sind sie leicht aus dem Boden zu zupfen, denn mulchbedeckter Boden ist reif und locker.
   
  Geeignete Mulchmaterialien finden sich in jedem Garten reichlich:
» Gemüseabfälle, Kohl, Rhabarber, Salat u.a. Blätter
» Stickstoffhaltige Wildkräuter,wie Brennessel haben gute Düngewirkung.
» Gründüngung, im Herbst ausgesät, friert im Winter zurück; Leguminosen (Lupine, Wicke, Klee) verbleiben mit den Wurzeln (stickstoffbindende Knöllchenbakterien) im Boden.
» Rasenschnitt und andere saftreiche Materialien sollten vor Ausbringung welken und leicht antrocknen.
» kleingehäckselter Heckenschnitt
» angerotteter Grobkompost
» Rindenmulch unter Bäumen und Sträuchern
» Stroh eignet sich hervorragend in dicker Deckschicht, zehrt aber bei der Verrottung Stickstoff aus dem Boden und sollte durch Kompost, Hornmehl etc. ergänzt werden.
» Pappe, Papier, Teppiche und Textilien ohne Kunstfasern sind grundsätzlich ebenfalls geeinget.
» Keine Verwendung finden sollten ausläufernde Unkräuter wie Quecke oder Giersch, da sie die Beete aufgrund ihrer Wuchskraft und Regenerationsfähigkeit "erobern" könnten.
 

(Zitiert aus: http://www.biozac.de, dort sind auch weitere Informationen zu finden)


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