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KOHL
Generelles zum Kohlgemüse, das zu den sortenreichsten
Gemüsen zählt (Rot-, Weißkraut, Kohlsprossen, Kohlrabi):
Alle Kohlsorten sind Starkzehrer und aufgrund ihres hohen Vitamin-C-Gehaltes
sehr gesund. Allerdings sind sie sehr schädlingsanfällig,
bei uns sind die Raupen des Kohlweißlings ausnehmend aktiv.
Gegenmaßnahmen: Fruchtwechsel, Brennnesselbrühe
(24 Stunden ansetzen), Kaltauszug aus Paradeiserlaub (zwei Handvoll
gut zerkleinerte Blätter und Geiztriebe setzt man in zwei Liter
Wasser 2-3 Stunden an und besprüht damit die befallenen Kohlpflanzen),
Beipflanzen wie Eberraute und Tagetes setzen. Das händische Absammeln
der Raupen ist natürlich am wirksamsten, aber meine Sache ist das
nicht!
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KOHLSPROSSEN
Kohlsprossen, auch Rosenkohl, Sprossenkohl oder Brüsseler
Kohl genannt, ist geschichtlich relativ jung, erst Anfang des 19.Jhdts.
wurden die ersten Pflanzen in der Nähe von Brüssel angebaut.
Der Starkzehrer bevorzugt einen sehr nährstoffreichen
und sandigen Lehmboden. Gute Nachbarn sind Kartoffeln, Spinat, Salat,
Erbsen, Sellerie und Rote Beete.
Je nach Sorte werden die Kohlsprossen von April bis Mai
dünn ausgesät. Von Mitte Mai bis Ende Juni wird dann verpflanzt.
Pflanzt man zu früh, bilden sich keine festen Röschen aus,
bei zu später Pflanzung bleiben die Röschen recht klein. Wenn
die ersten Röschen herangewachsen sind, kappt man die Triebspitze,
damit die Röschen gleichmäßiger und stärker ausfallen.
Faulende Knospen müssen regelmäßig entfernt werden.
Gelbe Blätter werden ausgebrochen, die grünen Blätter
lässt man jedoch am Strunk; sie schützen vor Frost.
Kohlsprossen sind das "Wintergemüse" schlechthin,
denn gerade durch die Frosteinwirkung werden Kohlsprossen süß
und schmackhaft. Sie sind besonders reich an Vitamin C und enthalten
für Gemüse recht viel Eiweiß sowie sättigende Ballaststoffe
und sind eine wertvolle Vitamin- und Mineralstoffquelle im Winter. Sie
enthalten auch Vitamine der B-Gruppe, Kalium, Magnesium, Eisen und Phosphor.
Besonders gesundheitsfördernd und krebshemmend wirken die in Kohlsprossen
enthaltenen Glucosinolate. Diese Schwefelverbindungen sind auch für
den typischen Kohlgeschmack verantwortlich.
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