BÄUME - WILD GEWACHSEN

EICHE
ERLE
ESCHE
FICHTE
KOPFWEIDE
ROSSKASTANIE
SCHWARZ- UND ROTFÖHRE
WILDER KIRSCHBAUM



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KOPFWEIDE
Zukünftige Kopfweide, erster Schnitt Jänner 08

WILDER KIRSCHBAUM
 

Esche 2005

ESCHE

Mit 40 Metern gehört die Esche zu den höchsten Laubbäumen Europas, sie kann ein Alter von 200 bis 300 Jahren erreichen. Charakteristisch ist ihre Fiederung. Bei uns ist sie am Bachufer und auch im Wald zahlreich vertreten.

Das Eschenholz zählt zu den wertvollsten Hölzern des mitteleuropäischen Waldes. Das Besondere des Eschenholzes: es ist hart und gleichzeitig elastisch, weshalb es ideal für Werkzeugstiele, aber auch für Sportgeräte oder Biegemöbel ist.

Früher war Eschenlaub ein wichtiges Winterfutter für das Vieh.

Als Weltenbaum Yggdrasil wird die Esche schon in der Edda erwähnt, auch in anderen Mythologien hat sie einen bedeutenden Platz.

JUNGE ESCHEN

Die Blühfähigkeit der Esche tritt mit etwa 30 Jahren ein, die Früchte sind Flügelnüsse. Sie fallen während des ganzen Winters aus der Krone, werden durch die Flügel zu Schraubenfliegern und erreichen so Entfernungen von bis zu 125 m vom Mutterbaum.

Die Sämlinge weisen eine sehr hohe Schattentoleranz auf, was ihnen ein Gedeihen auch unter einem geschlossenen Bestandsschirm erlaubt, sie wachsen sehr rasch und mit dünnem Stamm in die Höhe. Die Schattentoleranz lässt jedoch bald nach, im Alter wird die Esche schließlich zur Lichtbaumart. Zu diesem Zeitpunkt überragt sie jedoch bereits die anderen Bäume und unterdrückt deren Wachstum. Aber auch Schattenbäumen wie Buchen graben sie wortwörtlich das Wasser ab, indem sie das Wurzelwachstum bereits in ca. 15 cm Bodentiefe in die Waagrechte konzentrieren und auf diese Weise in niederschlagsarmen Sommern vor den anderen Bäumen zum Regenwasser kommen. Da die Esche zusätzlich auch sehr gut aus dem Stock ausschlägt, ist sie ein sehr dominanter Baum.

 


Eichenblätter
EICHEN

Die Eiche zählt zu den häufig vorkommenden Laubbäumen, sie wird 20 - 50 m hoch. Sie ist an ihren charakteristischen Blättern, bzw. an ihren Früchten, den Eicheln, leicht zu erkennen. Sie ist eine Lichtbaumart mit zahlreichen Untergattungen. Unsere Eichen sind vermutlich Traubeneichen.

Eichen können sehr alt werden (bis zu 1300 Jahre), die älteste Eiche Europas steht in Bierbaum/Südsteiermark, sie ist 990 zum ersten Mal urkundlich erwähnt.

Die Eicheln waren früher als Schweinefutter wichtig, weshalb Jahre, in denen die Eiche reichlich trägt, auch Mastjahre genannt werden. Das Holz ist wertvolles Hartholz und wird für Böden und Furniere verwendet, ist wegen des hohen Brennwertes aber auch gutes Brennholz. Einige Unterarten eignen sich zur Herstellung von Weinfässern (Barrique). Aus der Rinde der Korkeiche werden Korken hergestellt.

In den alten Religionen, Mythen und Sagen ist die Eiche ein heiliger Baum. Häufig wurde sie mit blitztragenden Göttern oder Götterfürsten in Verbindung gebracht.
Wegen der religiösen Bedeutung wurde unter den Eichen (wie auch unter Linden) Gericht gehalten.

 

FICHTEN

Mit einem Alter von ca. 50 Jahren blüht der Baum das erste Mal, dann in Abständen von 4 bis 7 Jahren regelmäßig. Die 10 bis 16 Zentimeter langen reifen Fichtenzapfen hängen im Gegensatz zu den Tannenzapfen nach unten.
Die Fichten bevorzugen Sonne oder leichter Schatten und sandigen, kalkarmen, tiefgründigen, lockeren Boden. Die Fichte ist ein Flachwurzler, so ist sie durch Windbruch ziemlich gefährdet.
Sie wächst sehr schnell, weshalb sie der wichtigste Baum für die Forstwirtschaft ist - oder sollte man bereits: "waren" sagen? Das Anlegen großer Fichtenmonokulturen hat nämlich dazu geführt, der sich der Borkenkäfer unter bestimmten Witterungsbedingen wie verrückt vermehrt und große Schäden anrichtet. So ist das Verhältnis der Förster zu den Fichten ein eher schlechtes, wie wir uns überzeugen konnten.



Fichten im Nebel

Da wir für die Teiche ein (kleines) Stück Waldwidmungsgebiet brauchten, wurde uns als ausgleichende Maßnahme vorgeschrieben, sämtliche Fichten im Wald oberhalb der Teiche zu schlägern. Das nennt sich "Maßnahme zur Waldverbesserung" - dass unsere Fichten Bestandteil eines Mischwaldes sind, ist da ohne jedes forstgesetzliche Interesse.

Kleine Einbohrlöcher im Stamm oder an den Ästen, Harzfluß, Bohrmehlauswurf, Kronenverlichtung, Ablösen der Rinde - daran erkennt man das Treiben des Borkenkäfers.
Er befällt vorzugsweise geschädigte Bäume, aber auch das so genannte Totholz ist Brutstätte dieser Käfer. Alte, morsche, umgefallene Bäume, Äste und Reisig werden deshalb normalerweise rasch aus den Wäldern entfernt, obwohl das Totholz ein wichtiger Lebensraum für alle möglichen Tiere, Insekten, Pilze,. ist. Es gehört eigentlich in ein intaktes ökologisches System. Wir haben jede Menge Totholz im Wald - Borkenkäferbefall haben wir noch nicht beobachtet. Wäre dem so, müssten wir das der Behörde melden und umgehend Maßnahmen ergreifen.

 

ROSSKASTANIE

Ursprünglich kommt die Rosskastanie aus den Berg- und Schluchtwäldern des Balkans. Erst Ende des 16 Jahrhunderts gelangte sie nach Westeuropa. Wegen der hübschen Blüten wird sie als Zierbaum, z.B. als Alleebaum in Parkanlagen gepflanzt. Die Kastanien werden von den Jägern für die Winterfütterung der Wildschweine verwendet. Sie erreicht Höhen von 10 bis 20 m.

Mitte der 80er Jahre tauchte ein bis dahin unbekannter Kleinschmetterling auf, der als Miniermotte seit Beginn der 90er Jahre zu zweifelhaftem Ruhm gelangt ist. Die Miniermotte ist für die vorzeitige Blattverfärbung und für den verfrühten Blattabfall, den man allerorts beobachten kann, verantwortlich.

Schon im Frühjahr kann man die Fresswege der Larven, die so genannten Minen, auf den Blättern erkennen. Sind die Kastanienblätter stark befallen, verfärben sie sich (rot-)braun. Von den Blatträndern aus verkrümmen sie sich nach innen, vertrocknen und fallen ab. Die wirksamste und umweltfreundlichste Methode zur Bekämpfung ist nach wie vor, das herabgefallene Laub schnellstens abzutransportieren oder es vor Ort zu verbrennen.

Auch unser Kastanienbaum leidet unter diesem Schädling.

KASTANIE IM MAI 2006

SCHWARZ- & ROTFÖHREN

Die Föhre ist wichtiger Forstbaum, der auf nährstoffarmen, sandigen und sauren Böden wächst. Sie ist eine Lichtbaumart.
Aufgrund ihres Pfahlwurzelsystems ist sie widerstandsfähig gegenüber Sturm, sie gilt als Pionierbaum, weil sie auch unter extremen Verhältnissen wächst.
In historischer Zeit wurde das Föhrenholz für Kienspäne verwendet.

Rotföhre (= Waldkiefer oder Weißkiefer): wird bis 35 m hoch. Die Krone ist in der Jugend kegelförmig, später kugelig bis schirmförmig. Äste waagrecht abstehend, meist gekrümmt. Im Unterschied zur Schwarzföhre hat sie eine Spiegelrinde: beim jungen Baum glatt, graugelb oder braungelb, mit fortgeschrittenem Alter - besonders im Kronenbereich - leuchtend rotgelb bis fuchsrot und blättert in papierdünnen Fetzen ab. Die Rinde der unteren Stammhälfte wird im Alter zu einer in große Platten gegliederten, von tiefen schwärzlichen Furchen durchzogenen, dicken, grau bis rotbraunen Schuppenrinde.

Schwarzföhre (= Schwarzkiefer): Im Unterschied zur Rotföhre sind ihre Nadeln länger und nicht so stark gedreht. Auch ist der Zapfen wesentlich größer als bei der Rotföhre und die Rinde ist anders gefärbt: bis zur Krone hinauf hat sie eine schwarzgraue Schuppenrinde.
Sie ist seltener als die Rotföhre.

 

ERLE

Erle im Jänner 2008

Erlenblattwerk

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